Uniformierte eilen durch das Foyer in die Aula, aus einer anderen Ecke ertönen Chorstimmen, ein herzhafter Duft russischer Köstlichkeiten steigt einem in die Nase, man hört deutlich Stiefelgeräusche. Was ist da los am Samstagvormittag des 24. Januars im Gymnasium Olbernhau?
Natürlich - wie jedes Jahr lädt das Haus ein zum Tag der offenen Tür und öffnet diese allen Interessenten. Und sie kommen zahlreich: Eltern und Großeltern, Freunde und Verwandte, viele Ehemalige, aber auch „Aktive“ wie z.B. der Bürgermeister der Stadt Olbernhau.
Besonders herzlich willkommen sind die vielen Viertklässler der umliegenden Grundschulen, welche schauen möchten, was sie eventuell ab August in ihrer neuen Schule erwarten wird. Sie blicken in erwartungsvolle Gesichter der vielen Lehrkräfte sowie der Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums, die ihren Gästen offen, herzlich und interessiert begegnen. Gemeinsam steht man für ein farbenfrohes, abwechslungsreiches, modernes Haus, welches nachhaltig auf das vorbereitet, was nach dem Abitur folgt.
Nun aber Konzentration auf das Dargebotene. Gleich nach dem Öffnen der Türen geht es Schlag auf Schlag: Öffentliche Probe der Theatergruppe art shock, Experimente in der Chemie und Physik, lateinische „Pizza“, mathematischer Escape Room, „Kaffeeklatsch“ - Theater der Klasse 7, Linoldruck in der Kunst, ein Hörspiel in Deutsch oder Origami, Lesezeichen, kyrillische Buchstaben, ein Geschichtsdiplom. Die Angebote sind ebenso vielfältig wie manchmal der Schulalltag. Dazu gesellen sich Präsentationen (Sprachreise, Australien, Skilager), Auftritte (Chor) oder Demonstrationen (bitKids). Außerdem erhält man Einblicke in Schulspezifisches: das Nepal-Projekt, die Bibliothek, das GTA-Angebot. Auffallend ist vor allem, wie engagiert die Schülerinnen und Schüler der einzelnen Klassenstufen ihre Schule präsentieren.
Ja, und die Begeisterung scheint sich zu übertragen, denn auch nach 13.00 Uhr leert sich das Schulhaus nur langsam.
Nun, bis zum nächsten Jahr im Januar 2027.
C.H.


